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Endoskopisch Transnasale Schädelbasischirurgie n. BETTAG/SCHÄFER
Grundsätzlich können alle hormonaktiven und -inaktiven Mikro- und Makroadenome endoskopisch transnasal-transsphenoidal operiert werden. Für Hypophysenadenome, die weit para-, supra- oder retrosellär wachsen sowie Craniopharyngeome, Clivuschordome und andere Tumore der vorderen Schädelbasis, sind erweiterte Schädelbasiszugänge unter rein endoskopischer Kontrolle erforderlich.
Speziell bei komplexen Tumoren und erweiterten Schädelbasiszugängen ist ein bimanuelles Arbeiten des Operateurs zwingend erforderlich. Das Endoskop wird vom Assistenten über den oberen Rand der Nasenhaupthöhle eingeführt und Spülflüssigkeit nach Bedarf appliziert.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Bettag und Dr. Schäfer zusätzlich zum THUMFART Handgriff mit integriertem Linsenreinigungssystem und 18 cm Optiken eine lange 30 cm Ausführungen mit 0° und 30° Blickrichtung und einem Außendurchmesser von 4 mm entwickelt.
Verglichen mit der mikrochirurgischen Standardtechnik bestehen folgende Vorteile:
- Exzellente Ausleuchtung des Operationsfeldes durch das Einbringen von Licht nahe an die anatomischen Strukturen
- Hohe Detailauflösung dank Weitwinkel-Optiken
- Verwendung von Endoskopen mit Blickwinkeln von 30° und 45° ergibt eine Erweiterung der Inspektionsbereiche
- Hohe Beweglichkeit der chirurgischen Instrumente ohne Behinderung durch ein Nasenspekulum
- Geringes Schleimhauttrauma
- Bessere Differenzierung von tumorösem und normalem Gewebe

