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Endoskopische Behandlung von Peripheren Nervensyndromen n. PD Dr. Kartik G. Krishnan
Endoskopische Techniken spielen eine immer wichtigere Rolle bei der chirurgischen Behandlung verschiedener Krankheitsbilder. Durch die kontinuierliche Entwicklung und das Angebot chirurgischer Instrumente wird der Einsatz dieser Techniken immer einfacher und schneller. Minimalinvasive Techniken stellen in zahlreichen chirurgischen Bereichen gegenwärtig den Goldstandard dar; in anderen Bereichen dienen sie aus kosmetischen Gründen der Unterstützung offener Verfahren. Besonders im Bereich der peripheren Nervenchirurgie steigt die Nachfrage nach minimalinvasiven Operationsverfahren stark an.
Ein dekompressiver Eingriff bei einzelnen Neuropathien sollte sich nach den folgenden Grundsätzen richten:
- Dekomprimierung aller (einschließlich der potenziellen) Kompressionsstellen an der jeweiligen anatomischen Stelle
- Erhaltung der neuralen Vaskularisierung
- Ermöglichung einer frühzeitigen Mobilisierung des entsprechenden Gelenks
Diese Ziele werden elegant und sicher unter Verwendung der von Dr. Krishnan entwickelten minimalinvasiven endoskopischen OP-Technik erreicht. Sie ermöglicht die Sicht auf die zu manipulierenden Strukturen und all ihre Verzweigungen und ernährenden Gefäße aus der Vogelperspektive durch die Verwendung von Retraktoren und entsprechenden 30° HOPKINS® II-Optiken.
Die Retraktoren verfügen über einen ergonomischen Handgriff mit integrierter Saugung und sind in zwei Größen (8 mm und 15 mm) erhältlich. Das Endoskop ist stufenlos verschiebbar und verfügt über eine exzellente Bildqualität. Zudem ist das gesamte System autoklavierbar.
Diese Technik bietet folgende Vorteile:
- Leicht zu handhaben und einfach zu erlernen
- Behandlung jedes Nervenkompressions-Syndroms möglich, z.B. Nervendekomprimierungen im Karpaltunnel, im Tarsaltunnel, im Kubitaltunnel, in der Guyon-Loge, in der Supinator-Loge, die Behandlung von Meralgia paraesthetica, Apertura thoracis inferior, usw.
- Verlagerung von Nerven an eine günstigere Stelle möglich, z.B. die anteriore Transposition des N. ulnaris
- Keine zusätzliche Kompression des Nervenkanals während der Entlastung (im Gegensatz zur gegenwärtig angewandten ECTR)
- Ständige Überwachung des betreffenden Nervs während der Manipulation
- Sichtkontrolle der betreffenden Nervenverzweigungen und ernährenden Vasa nervorum
- Kein Risiko einer Nervenverletzung während des Eingriffs
- Kurze Operationszeit
- Reduzierte Behandlungskosten
- Verkürzter Krankenhausaufenthalt der Patienten (die Eingriffe können ambulant durchgeführt werden)
- Schnelle Erholung der Patienten und rasche Wiederaufnahme ihrer beruflichen Tätigkeit
